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Südwest-sonnig!

Südwest-sonnig - Praktikerinnen und Praktiker aus dem Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz berichten und nennen Steigerungs-Perspektiven für Baden-Württemberg
Zielmarke 2020

Diese Informationsschrift ist gedruckt erstmals am 22. April 2010 erschienen.

 

Woher soll Elektrizität fließen?

In Baden-Württemberg stammten 2008 14,1% des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Also aus Wassertriebwerken, Biogasanlagen, Holz-Heizkraftwerken, Windrotoren und Photovoltaik-Modulen.
Sprich: Sonnenenergien samt ihren vielen Töchtern.

Doch es könnten vier mal mehr sein. Also 56,4%. Mindestens. Bis 2020.
Also in den kommenden Jahren – im jetztigen Jahrzehnt.

Diese Meinung vertreten sowohl seit Jahren erfahrene Praktikerinnen und Praktiker Erneuerbarer
Energiegewinnung im Land als auch die Professoren Ernst Ulrich von Weizsäcker und Klaus Pfeilsticker (Heidelberg/Isny). Das Ganze lässt sich so leicht wie schnell nachlesen in der hier gezeigten Schrift
"Südwest-sonnig". Pro Energieträgerin (Wasser, Wind, Bioenergie) oder pro Sparte (Ökostrom) je auf übersichtlichen 2 Seiten. Pro Doppelseite in 5 Minuten lesbar.

56% - mindestens. Doch es könnten auch mehr sein. Professor Pfeilsticker geht eher von 60% aus.
Und manche Vorhersage - etwa zum Sonnenstrom (Seite 17) - wurde ein knapp Jahr nach Veröffentlichung von
"Südwest-sonnig" mancherorts schon überholt. Noch weit mehr wirkt Elektrizität aus erneuerbaren
Energiequellen freilich, wenn sie sinnvoll eingesetzt wird. Effizient. Dazu nennt Ernst Ulrich von Weizsäcker
etliche Beispiele im "Südwest-sonnig"-Interview.

 

Billiger als Heizöl

Wichtig: Erneuerbare Energien müssen jetzt wirklich gewollt werden. Politisch ermöglicht.
Noch waren 2010 99% der Landesfläche für Windanlagen im Land gesperrt. Noch warten Antragsteller
auf Genehmigung von Wasserkraftanlagen bis zu 20 und mehr Jahre auf die notwendigen Amtsstempel.

Wirtschaftlich können sich Erneuerbare Energien derweil als wahre Geldquellen erweisen. Etwa Biogas und Holzwärme. So kommt in "Bioenergiedörfern" Wärme aus solch heimischen Brennstoffen deutlich billiger als Öl.
Und in ihren Kraftwerken - wie Biogasanlagen - entsteht mehr Strom, als der ganze Ort verbraucht.
Ähnliches funktioniert auch in großstädtischen Arealen (Seite 15).

Bemerkenswert: Das Geld für solche Kräfte fließt weder zum Ölscheich noch zum Gaspräsidenten.
Er geht nicht fremd - wirkt im Land. Anders Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran.
Dafür wanderten 2008 bis zu 1.000 Euro pro Person ins Ausland. Also bei der 10-Millione-köpfigen Bevölkerung
Baden-Württembergs 10 Milliarden Euro – pro Jahr!

Dieses Geld könnte viel stärker hier 'arbeiten' - bei Biogasbauern, heimischen Windmüllern, hiesigen Wasserkraftanlagen. Und für Sonnenstrom vom eigenen Dach. Mit riesigen Umsätzen für den heimischen
Mittelstand. Er zahlt hier Steuern, sichert hier Arbeitsplätze.

Erneuerbare Energien - meint Angela Merkel - haben immer wieder mehr gebracht, als erwartet.
Und wie heißt so schön im Südwesten: "Wir können alles". Ja: Sicherlich sogar noch deutlich mehr.

 

Sonnenergien und ihre Töchter.
Die Lösung steht am Himmel.
Sonnige Kräfte - für helle Köpfe.